Tiere und ätherische Öle
Die Aromatherapie kann für viele Tiere eine heilsame Unterstützung sein. Man kann sie gut für Pferd, Katze und Hund einsetzen. Allerdings sollte sehr darauf geachtet werden, dass die Tiere die ätherischen Öle selbst auswählen. Durch ihren gut entwickelten Geruchssinn, wissen sie selbst am besten welche Pflanze sie benötigen. Der Geruchssinn der Tiere ist unterschiedlich und es soll immer mit Achtsamkeit und Verantwortungsbewusstsein vorgegangen werden.
ÄTHERISCHE ÖLE FÜR PFERDE
Pferde sprechen sehr gut auf ätherische Öle an und reagieren eigenwillig und neugierig auf Düfte. Sie sollten jedoch selbst befragt werden, bzw. es ist wichtig, dass sie den angebotenen Duft mögen. Pferdekenner werden keine Probleme haben ihr Pferd zu verstehen und zu erkennen ob sie einen Duft mögen oder eher ablehnen. Wenn sie Hautreizungen oder Wunden haben, so ist Teebaumöl geradezu ideal. Es kühlt, heilt, lindert den Schmerz und dringt tief in die Haut ein, so können auch tiefer liegende Entzündungen wirkungsvoll behandelt werden.
Die als allgemein bekannten beruhigenden und entspannenden Massagen mit Lavendelöl können auch bei nervösen unruhigen Pferden Wunder wirken. Auch Blähungen kann man mit den richtigen Ölen und in Kombination einer Bauchmassage heilsam entgegenwirken.
Folgende Öle sind für Pferde empfehlenswert:
- Anisöl: krampflösend, gegen Blähungen - als Mischung mit Citronellöl und Lavendel zur Insektenabwehr
- Rose: gegen Gereizte, nervöse Pferde, bei Traumen von erlittenen Misshandlungen, bei Trennung von Gefährten
- Blaue Kamille oder Schafgarbe: schmerzstillend, beruhigend auf der Haut, heilend bei Wunden, zur Aufarbeitung von Traumas bei schlechter Behandlung
- Eukalyptus: gegen Atemwegserkrankungen
- Jasmin: gegen Angst und Stress, gegen Holznagen, bei Sturheit
- Nelkenöl: Entzündungen im Mund und Rachenbereich
- Pfefferminze: gegen Entzündungen und Verstauchungen, gegen Muskelschmerzen, schmerzlindernd, reg den Kreislauf an, fördert die Verdauung
- Römische Kamille: wenn das Pferd scheut
- Teebaum: gegen Bakterien, Pilze und Viren und zur Wundreinigung, antiseptisch
- Thymian: gegen Würmer, antibakteriell, akute Bronchitis
- Wacholder: entgiftend, gegen Arthritis
- Weihrauch: gegen Angst, Husten
- Zitrone: stärkt die Abwehrkräfte, reinigend, anregend
- Lavendel: Insektenabwehr, kleinere Wunden Nervosität, kleinere Verbrennungen, Ekzeme, Insektenstiche
Alle Öle sollten in einem Trägeröl verdünnt werden z.B. 100 ml Jojobaöl und 10 Tropfen ätherisches Öl. Lavendel und Teebaumöl können unter Umständen auch pur verwendet werden.
ÄTHERISCHE ÖLE FÜR KATZEN
Katzen sind sehr empfindlich und nicht immer für die Düfte zu begeistern. Sollte ihre Katze bei einem Geruch die Flucht ergreifen ist dies ein deutliches Zeichen, das man beachten sollte. Am besten ist es die Heilwirkung über die Duftlampe zu versuchen. Katzen können so unbekümmert die Düfte und deren heilsame Wirkung aufnehmen. Man rät im Allgemeinen zu großer Vorsicht besonders bei Katzen und die direkte Anwendung auf das Fell nur in Ausnahmefällen und nach Beratung eines erfahrenen Aromatherapeuten anzuwenden.
Folgende Öle können für Katzen heilsam sein:
- Rosmarin und Ylang-Ylang: bei nachtaktiven Katzen
- Neroli, Rose und Römische Kamille: bei eifersüchtigen Katzen
- Lavendel: bei aggressiven und nachtaktiven Katzen
- Muskatellersalbei: gegen Katzenschnupfen
- Melisse: stark beruhigend
Vorsicht: Nelke und Zimt können zwar Ungeziefer vertreiben, allerdings sollte man sie für Katzen nicht anwenden. Angeblich. sollen Zimt, Nelke, Teebaumöl und Eukalyptus wegen ihrer Inhaltsstoffe für Katzen toxisch sein. Wir würden deshalb zur Vorsicht raten und sie nur in Ausnahmefällen und in sehr geringen Dosen und nur verdünnt unter Anleitung eines Aromatherapeuten verwenden.
Für Katzen können Hydrolate eine gute Alternative zu den Ölen sein, da sie viel weniger stark sind!!
ÄTHERISCHE ÖLE FÜR HUNDE
Auch bei Hunden können die ätherischen Öle besonders in der Duftlampe förderlich sein.
- Melisse oder Römische Kamille: bei nervösen unruhigen aufgebrachten Hunden
- Lavendel: Hunde mögen Lavendel nicht immer, oft riecht es ihnen zu stark
- Rose oder Neroli : bei traurigen Hunden oder bei Verlusterscheinungen
- Eukalyptus oder Myrte: bei Erkältungskrankheiten der Atemwege
- Kamille blau und/oder Immortelle: bei Wunden, wirkt gleichzeitig stark beruhigend
- Rosengeranie: bei müden erschöpften Hunden und für Hautprobleme
- Teebaumöl und Lavendel: gegen Ungeziefer und Zecken, 1-2 Tropfen in das Fell einreiben
Hundepflege:
Die Pfoten der Hunde können mit Shea-Butter gepflegt werden, vor allem im Winter, wenn das Salz auf der Straße die Pfoten traktiert. Shea-Butter hat auch hier eine sehr lange anhaltende Wirkung. Da keine chemischen Zusätze in der Shea-Butter enthalten sind, schadet es den Tieren auch nicht, wenn sie die Shea-Butter ablecken sollten.
Anwendungsdauer: Die ätherischen Öle sollten bis zwischen 3 - max.10 Tagen benützt werden. Es können Massagen, Bäder, warme Auflagen, Inhalationen und Duftlampen verabreicht werden.
Anwendungsarten: Je nach Vorliebe der Tiere, Fellbeschaffenheit und Größe des Tieres können Inhalationen, Massagen, Bäder, Auflagen, Duftlampen oder Duftkissen angewendet werden. Anstatt Aromalampen können auch Aromasteine benutzt werden.
Es wird geraten die ätherischen Öle nur unter Anleitung eines speziellen Aromaterapeuten anzuwenden!




