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Wissenswertes
Ätherische Öle für Hunde, Katzen und Pferde – Aromatherapie für Tiere

Die Verwendung ätherischer Öle in der Aromatherapie ist nicht nur für den Menschen sinnvoll, sondern ebenso für seine tierischen Begleiter. Ob Nervosität, Verlusterscheinungen oder Atemwegserkrankungen – aus der großen Vielfalt naturreiner ätherischer Öle finden sich auch für Ihren Vierbeiner Naturprodukte, die ihn auf natürliche Weise unterstützen können.
Achten Sie jedoch bitte darauf, dass Ihre Tiere die ätherischen Öle selbst auswählen. Durch ihren gut entwickelten Geruchssinn wissen sie selbst am besten, welche Pflanze sie benötigen. Gehen Sie hierbei stets mit viel Achtsamkeit und Verantwortungsbewusstsein vor. Die Tiere sollten den bedufteten Raum bei Bedarf jederzeit verlassen können. Außerdem wird empfohlen, ätherische Öle nur unter Anleitung eines speziell ausgebildeten Aromatherapeuten anzuwenden.
Ätherische Öle für Hunde
Welche ätherischen Öle für Hunde besonders geeignet sind und bei welchen Beschwerden welche Naturprodukte angewendet werden können, haben wir hier für Sie zusammengestellt:
- Melisse oder Römische Kamille: Bei nervösen, unruhigen und aufgebrachten Hunden.
- Lavendel fein: Beachten Sie, dass Hunde Lavendel aufgrund seines intensiven Duftes nicht immer mögen.
- Rose oder Neroli: Bei Traurigkeit und Verlusterscheinungen.
- Eukalyptus glob. oder Myrte: Bei Erkältungskrankheiten der Atemwege. Immer stark verdünnen, maximal 1 %.
- Weißtanne: Kann als Alternative zum etwas schwieriger anzuwendenden Eukalyptusöl interessant sein.
- Kamille blau und/oder Immortelle: Bei Wunden; wirkt gleichzeitig stark beruhigend.
- Rosengeranie: Bei müden, erschöpften Hunden sowie bei Hautproblemen.
- Teebaumöl und Lavendel fein: Gegen Ungeziefer und Zecken – einfach 1 bis 2 Tropfen in das Fell einreiben.
Vorbeugend gegen Zecken sind vor allem Kokosöl und Neemöl geeignet, wobei Neemöl nur in einem geringen Prozentanteil verwendet werden sollte, z. B. 80–90 % Kokosöl und 10–20 % Neemöl. Kokosöl soll zudem bei der Abwehr einiger Viren interessant sein.
Laut der Tieraromatherapeutin Sabine Möbius können bei juckenden und kahlen Hautstellen Moringaöl, Mandelöl, Vetiver und Atlaszeder Abhilfe schaffen.
- Rosenhydrolat eignet sich optimal für die Fellpflege.
- Hamamelishydrolat und Immortellenhydrolat wirken abschwellend und wundheilend.
- Melissenhydrolat wirkt antiallergisch und antiviral.
- Schafgarbenhydrolat wirkt wundheilend und hautberuhigend.
Hundepflege:
Besonders in der Winterzeit, wenn das Salz auf den Straßen die Hundepfoten strapaziert, ist es ratsam, diese mit Sheabutter zu pflegen. Da Sheabutter keine chemischen Zusätze enthält, schadet es den Tieren auch nicht, wenn sie diese ablecken.
Anwendungsdauer:
Die ätherischen Öle sollten zwischen 3 und maximal 10 Tagen angewendet werden.
Anwendungsarten:
Je nach Vorliebe des Tieres, Fellbeschaffenheit und Größe können Inhalationen, Aromamassagen, Bäder, Auflagen, Duftlampen oder Duftkissen angewendet werden. Anstelle von Aromalampen können Sie auch Aromasteine verwenden.
Es wird empfohlen, ätherische Öle bei Tieren nur unter Anleitung eines speziell ausgebildeten Aromatherapeuten anzuwenden.
Ätherische Öle für Katzen
Katzen sind sehr sensible Tiere und reagieren oft empfindlich auf ätherische Öle. Nicht jede Katze akzeptiert Düfte gleichermaßen. Achte deshalb stets aufmerksam darauf, wie deine Katze auf den jeweiligen Geruch reagiert.
Wir empfehlen, ätherische Öle zunächst ausschließlich über eine Duftlampe anzuwenden. So kann deine Katze den Duft selbstständig wahrnehmen und sich bei Bedarf auch davon entfernen. Eine direkte Anwendung ätherischer Öle auf dem Fell sollte nur in Ausnahmefällen und ausschließlich nach einer gründlichen Beratung durch einen erfahrenen Aromatherapeuten erfolgen.
Eine besonders sanfte Alternative zu ätherischen Ölen stellen Hydrolate dar.
Folgende ätherische Öle können bei Katzen unterstützend eingesetzt werden:
- Ylang-Ylang: bei nachtaktiven Katzen
- Neroli, Rose und Römische Kamille: bei eifersüchtigen Katzen
- Lavendel fein: bei aggressiven und nachtaktiven Katzen
- Muskatellersalbei: bei Katzenschnupfen
- Melisse: wirkt stark beruhigend
Zur Vorbeugung gegen Zecken wird vor allem Kokosöl empfohlen. Zudem soll Kokosöl vorbeugend gegen einige Virenarten wirken.
Laut der Tieraromatherapeutin Sabine Möbius können Moringaöl, Mandelöl sowie Kokosöl bei juckenden und kahlen Hautstellen unterstützend eingesetzt werden.
Hydrolate für Katzen:
- Rosenhydrolat: ideal für die Fellpflege
- Hamamelishydrolat und Immortellenhydrolat: abschwellend und wundheilungsfördernd
- Melissenhydrolat: antiallergisch und antiviral
- Schafgarbenhydrolat: wundheilend und hautberuhigend
Wichtiger Hinweis: Nelken- und Zimtöl können zwar Ungeziefer vertreiben, sollten jedoch nicht bei Katzen angewendet werden. Allgemein wird vermutet, dass Zimt, Nelke, Teebaumöl und Eukalyptus aufgrund ihrer Inhaltsstoffe für Katzen toxisch sein können. Wir empfehlen daher äußerste Vorsicht. Eine Anwendung sollte – wenn überhaupt – nur in Ausnahmefällen, in sehr geringer Dosierung, verdünnt und unter Anleitung eines erfahrenen Aromatherapeuten erfolgen.
Hinweis: Die Anwendung ätherischer Öle bei Tieren sollte grundsätzlich nur unter Anleitung eines speziell ausgebildeten Aromatherapeuten erfolgen.
Ätherische Öle für Pferde
Pferde reagieren in der Regel sehr gut auf ätherische Öle und begegnen neuen Düften oft neugierig. Dennoch ist es wichtig, dass dein Pferd den jeweiligen Duft akzeptiert. Beobachte deshalb immer aufmerksam, wie es auf die Anwendung reagiert.
Folgende ätherische Öle können bei Pferden unterstützend eingesetzt werden:
- Anisöl: krampflösend, bei Blähungen; in Kombination mit Citronellaöl und Lavendel oder Lavandin zur Insektenabwehr
- Rose 10 %: für gereizte und nervöse Pferde, bei Traumata nach Misshandlungen oder bei der Trennung von Gefährten
- Blaue Kamille oder Schafgarbe blau: schmerzlindernd, hautberuhigend, wundheilungsfördernd sowie unterstützend bei der Verarbeitung von Traumata
- Eukalyptus globulus und Weißtanne: bei Atemwegserkrankungen
- Jasmin: bei Angst und Stress, gegen Holznagen und bei Sturheit
- Nelkenöl: bei Entzündungen im Mund- und Rachenbereich
- Pfefferminzöl: bei Entzündungen, Verstauchungen und Muskelschmerzen, schmerzlindernd, kreislaufanregend und verdauungsfördernd
- Römische Kamille: wenn das Pferd scheut
- Teebaumöl: gegen Bakterien, Pilze und Viren, zur Wundreinigung und antiseptischen Pflege
- Thymian Linalool: gegen Würmer, antibakteriell und bei akuter Bronchitis
- Wacholder: entgiftend und unterstützend bei Arthritis
- Weihrauch: bei Angst und Husten
- Zitrone: stärkt die Abwehrkräfte, wirkt reinigend und anregend
- Lavendel fein und Lavandin: zur Insektenabwehr, bei kleineren Wunden, Nervosität, leichten Verbrennungen, Ekzemen und Insektenstichen
Pflanzenöle und Hydrolate:
- Kokosöl: für die Fell- und Hautpflege
- Rosenhydrolat: bei Nervosität und Unruhe
- Cistrosenhydrolat: abschwellend
- Immortellenhydrolat: bei Hämatomen
- Lorbeerhydrolat: zur Unterstützung von Leistung und Energie
Anwendung
Ätherische Öle sollten grundsätzlich in einem Trägeröl verdünnt werden. Als Orientierung können beispielsweise 10 Tropfen ätherisches Öl mit 100 ml Jojobaöl gemischt werden. Lavendel fein und Teebaumöl können in bestimmten Fällen auch unverdünnt angewendet werden.
Anwendungsarten
Bei Hautreizungen oder Wunden eignet sich insbesondere Teebaumöl. Es wirkt kühlend, unterstützt die Wundheilung, lindert Schmerzen und dringt tief in die Haut ein. Dadurch können auch tieferliegende Entzündungen unterstützt werden.
Beruhigende Massagen mit Lavendel fein können nervösen und unruhigen Pferden helfen, zur Ruhe zu kommen. Auch Blähungen lassen sich mit ausgewählten ätherischen Ölen in Kombination mit einer sanften Bauchmassage unterstützend behandeln.
Hinweis: Die Anwendung ätherischer Öle bei Tieren sollte grundsätzlich nur unter Anleitung eines speziell ausgebildeten Aromatherapeuten erfolgen.
Expertentipp von Sabine Möbius - Tierheilpraktikerin
Schnelle Hilfe bei kleinen Wunden
Rezept für Großtiere/Hunde:
- 20 ml Ringelblumenöl
- 10 ml Calophyllumöl
- 6 Tropfen Sanddornfruchtfleischöl
- 6 Tropfen ätherisches Manukaöl
Bei kleinen Wunden und Hautirritationen kann diese Mischung aufgetragen werden und die Wundheilung unterstützen. Bitte nicht innerlich verabreichen.
Für Katzen/Vögel/Kleintiere
Bei diesen Tierarten müssen wir in der Aromatherapie in der Anwendung vorsichtiger sein, da ihr Organismus mitunter ätherische Öle nicht so verstoffwechseln kann, wie Großtiere oder Hunde. Zudem kommt bei Vögeln noch die Problematik mit dem Gefieder dazu, was durch Öl verklebt werden könnte. Für diese Tierarten ist die sicherer Alternative bei kleinen Wunden und Hautirritationen die Arbeit mit Hydrolaten/Pflanzenwässern. Die Wundheilung unterstützen können hier Hydrolate von Kamille blau, Schafgarbe oder der Rose.
Bitte stellt die Düften euren Tieren vor der Anwendung auch einmal vor und lasst sie daran schnuppern. Auch Tiere können ihre ganz eigenen Themen mit Düften haben und diese dann ablehnen. Ist das der Fall, sollte der Duft weg gelassen und durch einen anderen ersetzt werden.
Sabine Möbius - Tierheilpraktikerin
Waageweg 17, 42659 Solingen
www.tierische-heilkunde.de



